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wie alles begann....

Es war einmal...so beginnen im Allgemeinen nur Märchen.

Ähnlich erging es mir im Mai 2007, als die Buron Chiefs zum Leben erweckt wurden. Als es an meiner Tür klingelte, ahnte ich noch nichts von dem, was sich acht beste Freunde als Junggesellenabschiedsüberraschung ausgedacht hatten. Mit verbundenen Augen ging es ins Auto und danach mehrmals quer durch die Stadt, um meinen Orientierungssinn zu überlisten, was nicht ohne Mühe gelang. Aber als ich dann den unverkennbaren Kabinenduft wahrgenommen hatte, wußte ich: wir sind im Eisstadion. Die Idee war ein Inlinehockeyspiel zum Start des Junggesellenabschieds.

Zunächst war das Anziehen der Ausrüstung für die meisten noch komplettes Neuland (Stichwort: drei Stunden später .. und wieso hab ich eigentlich zwei verschiedene Schuhe an …). Die Mannschaften waren schnell aufgestellt (damals wie heute: immer super gerecht und ausgeglichen), nur auf der Torhüterposition gab es Probleme. Nachdem der finnische Nationaltorwart ganz kurzfrisig abgesagt hatte (er mußte überraschenderweise zum Fußballtraining), sprang uneigennützig der „Hexer“ Tom Stone aus München ein. Ich glaube, er hatte damals wirklich keine Ahnung von seinem Talent, denn mittlerweile zählt er zu den besten Goalies der Welt und die Chiefs können sich seine Dienste trotz Girokonto mittlerweile nicht mehr leisten. Später am Tag stieß noch ein zweiter Goalie zum Team, der trotz vorheriger Samstags-Maloche einen sehr guten Eindruck hinterließ. Aber nun Ergebnis des Spiels: nach wie vor absolut mysteriös, weil sich keiner mehr dran erinnern konnte (eventuell lag es am Fitnessgerstenextrakt, das zu jeder Gelegenheit gereicht wurde). Was sich schon damals angedeutet hat, für mich aber immer noch unglaublich erscheint, ist folgende Tatsache:

Bei den Chiefs ist ein Zusammenspiel aus allen Leistungsstärken – vom ehemaligen, internationalen, nationalmannschaftsspielenden, alle Nachwuchsmannschaften des ESVK durchlaufenden, Erst- und Zweitliga-Eishockeycrack bis zum „ich hab keine Ahnung wie das geht“-Hobby-Fiesler, Kaiserweiher-Schlittschuhakrobat, „aber was soll der Schläger, im Fernsehen sieht der Flip-Pass doch total easy aus“-Anfänger, nicht nur möglich, sondern absolut erwünscht.

Nach diesem denkwürdigen Spiel wurde noch lange gefeiert, in sämtlichen Kneipen der Stadt, auf Straßen, Autos etc. Am Schluß kehrten wir noch einmal zur Eishockeyarena zurück, um uns an die Höhepunkte des nachmittäglichen Spiels zu erinnern. Die Idee von einer eigenen Hobby-Eishockeytruppe hatte sich da schon in meinem Kopf eingenistet und nach ein paar Wochen des Telefonierens und Organisierens nahmen die Chiefs ihren wöchentlichen Trainingsbetrieb auf (damals noch unter so schönen Pseudonymen wie Charlestown Chiefs, Golgatha-Oilers oder Groupo Freitag).

Mittlerweile sind wir ein eingetragener Verein mit ca. 30 Mitgliedern, die sowohl auf dem Spielfeld als auch abseits davon bestens harmonieren. Der Spaß steht immer im Vordergrund, wobei auch sportlicher Ehrgeiz nicht zu kurz kommt.

Neben regelmäßigen Events mit Premiumpartner WickHill, literarischen Leseabenden für Spieler und Angehörige (übrigens einmalig in der Eishockeyszene) und legendären Weihnachtsfeiern mit Schrottwichteln und Kegeln stehen auch ausgesuchte Freundschaftsspiele auf dem Jahreskalender der Chiefs.

Ich glaube, wir können alle sehr stolz auf das sein, was sich aus einer kleinen Idee vor gut drei Jahren entwickelt hat und ich wünsche uns viele weitere Jahre als „Highlight-Team“ der deutschen Eishockeyszene.


 

   

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